ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN

ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN
ESCAVIA Kulturreisen GmbH

G√ľltig ab 15.04.2012.

1. ABSCHLUSS DES REISEVERTRAGES
1.1 Mit der Buchung (Reiseanmeldung) bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Grundlage dieses Angebots sind die Reiseausschreibung und die erg√§nzenden Informationen des Reiseveranstalters f√ľr die jeweilige Reise, soweit diese dem Kunden vorliegen.
1.2 Reisevermittler (z. B. Reiseb√ľros) und Leistungstr√§ger (z. B. Hotels, Bef√∂rderungsunternehmen) sind vom Reiseveranstalter nicht bevollm√§chtigt, Vereinbarungen zu treffen, Ausk√ľnfte zu geben oder Zusicherungen zu machen, die den vereinbarten Inhalt des Reisevertrages ab√§ndern, √ľber die vertraglich zugesagten Leistungen des Reiseveranstalters hinausgehen oder im Widerspruch zur Reiseausschreibung stehen.
1.3 Orts- und Hotelprospekte, die nicht vom Reiseveranstalter herausgegeben werden, sind f√ľr den Reiseveranstalter und dessen Leistungspflicht nicht verbindlich, soweit sie nicht durch ausdr√ľckliche Vereinbarung mit dem Reisenden zum Gegenstand der Reiseausschreibung oder zum Inhalt der Leistungspflicht des Reiseveranstalters gemacht wurden.
1.4 Die Buchung kann schriftlich, m√ľndlich, telefonisch oder auf elektronischem Weg (E-Mail, Internet) erfolgen. Bei elektronischen Buchungen best√§tigt der Reiseveranstalter den Eingang der Buchung unverz√ľglich auf elektronischem Weg.
1.5 Der Kunde hat f√ľr alle Vertragsverpflichtungen von Mitreisenden, f√ľr die er die Buchung vornimmt, wie f√ľr seine eigenen Verpflichtungen einzustehen, sofern er diese Verpflichtung durch ausdr√ľckliche und gesonderte Erkl√§rung √ľbernommen hat.
1.6 Der Reisevertrag kommt mit dem Zugang der Annahmeerkl√§rung des Reiseveranstalters zustande. Die Annahmeerkl√§rung bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverz√ľglich nach Vertragsschluss wird der Reiseveranstalter dem Kunden eine schriftliche Reisebest√§tigung √ľbermitteln. Hierzu ist er nicht verpflichtet, wenn die Buchung durch den Kunden weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn erfolgt.
1.7 Weicht der Inhalt der Annahmeerkl√§rung des Reiseveranstalters vom Inhalt der Buchung ab, so liegt ein neues Angebot des Reiseveranstalters vor, an das er f√ľr die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, wenn der Reisende innerhalb der Bindungsfrist dem Reiseveranstalter die Annahme durch ausdr√ľckliche Erkl√§rung, Anzahlung oder Restzahlung erkl√§rt.

2. BEZAHLUNG
2.1 Reiseveranstalter und Reisevermittler d√ľrfen Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der Reise nur fordern oder annehmen, wenn dem Kunden der Sicherungsschein √ľbergeben wurde. Nach Vertragsabschluss wird gegen Aush√§ndigung des Sicherungsscheines eine Anzahlung in H√∂he von 10% des Reisepreises zur Zahlung f√§llig, die innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt der Rechnung zu bezahlen ist. Die Restzahlung wird 22 Tage vor Reisebeginn f√§llig, sofern der Sicherungsschein √ľbergeben ist und die Reise nicht mehr aus dem in Ziffer 8 genannten Grund abgesagt werden kann.
2.2 Die Reisepapiere werden 2 Wochen vor Reisebeginn erstellt. Sie werden dann nach Zahlungseingang unverz√ľglich versandt.
2.3 Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten Zahlungsf√§lligkeiten, so ist der Reiseveranstalter berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag zur√ľckzutreten und den Kunden mit R√ľcktrittskosten gem√§√ü Ziffer 5.2 Satz 2 bis 5.5 zu belasten.

3. LEISTUNGEN
3.1 Die von Escavia Kulturreisen GmbH geschuldeten einzelnen vertraglichen Leistungen ergeben sich aus der Bestätigung, der Leistungsbeschreibung der jeweiligen Reise und dem Reiseverlauf.
3.2 Falls eine Reise mit Halb- oder Vollpension ausgeschrieben ist, beginnt die angegebene Verpflegung mit dem ersten Abendessen im Zielland und endet mit dem Fr√ľhst√ľck am letzten Tag im Zielland, sofern unter der Rubrik Leistung im Katalog nichts anderes aufgef√ľhrt ist.
3.3 Die Angaben in der mit der Reisebest√§tigung verschickten Reiseinformation zu der jeweiligen Reise sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Da sich aber einzelne Bestimmungen oder Teilaspekte der Reise √§ndern k√∂nnen, kann f√ľr die ganzj√§hrige G√ľltigkeit dieser Informationen keine Gew√§hr √ľbernommen werden.
3.4 Der erste und der letzte Tag der gebuchten Reise dienen in erster Linie der Erbringung der  Beförderungsleistung.

4. LEISTUNGS- UND PREIS√ĄNDERUNGEN
4.1 √Ąnderungen wesentlicher Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigef√ľhrt wurden, sind nur gestattet, soweit die √Ąnderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeintr√§chtigen.
4.2 Eventuelle Gew√§hrleistungsanspr√ľche bleiben unber√ľhrt, soweit die ge√§nderten Leistungen mit M√§ngeln behaftet sind.
4.3 Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden √ľber wesentliche Leistungs√§nderungen unverz√ľglich nach Kenntnis von dem √Ąnderungsgrund zu informieren.
4.4 Im Fall einer erheblichen √Ąnderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt, unentgeltlich vom Reisevertrag zur√ľckzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis f√ľr den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverz√ľglich nach der Erkl√§rung des Reiseveranstalters √ľber die √Ąnderung der Reiseleistung oder die Absage der Reise diesem gegen√ľber geltend zu machen.
4.5 Der Reiseveranstalter beh√§lt sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten Preis im Falle der Erh√∂hung der Bef√∂rderungskosten oder der Abgaben f√ľr bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengeb√ľhren wie folgt zu √§ndern. Erh√∂hen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Bef√∂rderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann der Reiseveranstalter den Reisepreis nach Ma√ügabe der nachfolgenden Rechnung erh√∂hen:
a) Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann der Reiseveranstalter vom Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.
b) In anderen F√§llen werden die vom Bef√∂rderungsunternehmen pro Bef√∂rderungsmittel geforderten zus√§tzlichen Bef√∂rderungskosten durch die Zahl der Sitzpl√§tze des vereinbarten Bef√∂rderungsmittels geteilt. Den sich so ergebenden Erh√∂hungsbetrag f√ľr den Einzelplatz kann Escavia Kulturreisen GmbH von seinen Kunden verlangen. Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengeb√ľhren dem Reiseveranstalter gegen√ľber erh√∂ht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen Betrag heraufgesetzt werden. Eine Erh√∂hung ist nur zul√§ssig, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erh√∂hung f√ľhrenden Umst√§nde vor Vertragsschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsschluss f√ľr den Reiseveranstalter nicht vorhersehbar waren. Im Falle einer nachtr√§glichen √Ąnderung des Reisepreises wird der Reiseveranstalter Sie unverz√ľglich informieren. Preiserh√∂hungen ab dem 20. Tag vor Reiseantritt sind unwirksam. Bei Preiserh√∂hungen von mehr als 5% ist der Kunde berechtigt, ohne Geb√ľhren vom Reisevertrag zur√ľck zu treten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis f√ľr den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde muss diese Rechte unverz√ľglich nach Erkl√§rung der Preiserh√∂hung geltend machen.

5. R√úCKTRITT DURCH DEN KUNDEN VOR REISEBEGINN/STORNOKOSTEN
5.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zur√ľckzutreten. Der R√ľcktritt ist gegen√ľber dem Reiseveranstalter unter der nachfolgend angegebenen Anschrift zu erkl√§ren. Falls die Reise √ľber ein Reiseb√ľro gebucht wurde, kann der R√ľcktritt auch diesem gegen√ľber erkl√§rt werden. Dem Kunden wird empfohlen, den R√ľcktritt schriftlich zu erkl√§ren.
5.2 Tritt der Kunde vor Reisebeginn zur√ľck oder tritt er die Reise nicht an, so verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der Reiseveranstalter, soweit der R√ľcktritt nicht durch ihn zu vertreten ist oder ein Fall h√∂herer Gewalt vorliegt, eine angemessene Entsch√§digung f√ľr die bis zum R√ľcktritt getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen in Abh√§ngigkeit von dem jeweiligen Reisepreis verlangen.
5.3 Der Reiseveranstalter hat diesen Entsch√§digungsanspruch zeitlich gestaffelt, d. h. unter Ber√ľcksichtigung der N√§he des Zeitpunktes des R√ľcktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verh√§ltnis zum Reisepreis pauschaliert und bei der Berechnung der Entsch√§digung gew√∂hnlich ersparte Aufwendungen und gew√∂hnlich m√∂gliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen ber√ľcksichtigt. Die Entsch√§digung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs der R√ľcktrittserkl√§rung des Kunden wie folgt berechnet:
–¬†bis¬†100 Tage vor Reiseantritt 15% des Reisepreises (bei Flugreisen 15% des Reisepreises, mindestens aber¬†195,00 EUR)
– ab dem 99. bis 45. Tag vor Reiseantritt 25% des Reisepreises,
–¬†ab dem 44. bis 30. Tag vor Reiseantritt 45% des Reisepreises,
–¬†ab dem 29. bis 16. Tag vor Reiseantritt 60% des Reisepreises,
– ab dem 15. bis 7. Tag vor Reiseantritt 75% des Reisepreises,
–¬†ab dem 6. Tag vor Reiseantritt 80% des Reisepreises,
–¬†am Tag der Abreise oder bei Nichtantritt („no-show“) 90% des Reisepreises.
5.4 Dem Kunden bleibt es in jedem Fall unbenommen, dem Reiseveranstalter nachzuweisen, dass diesem √ľberhaupt kein oder ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist, als die von ihm geforderte Pauschale.
5.5 Der Reiseveranstalter beh√§lt sich vor, in Abweichung von den vorstehenden Pauschalen eine h√∂here, konkrete Entsch√§digung zu fordern. In diesem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte Entsch√§digung unter Ber√ľcksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.
5.6 Bei Stornierung des gesamten Reisevertrages k√∂nnen die Versicherungspakete ebenfalls storniert werden. Dies gilt jedoch nicht f√ľr die Reiser√ľcktrittskosten-Versicherung, die in jedem Fall bestehen bleibt.

6. UMBUCHUNGEN/WECHSEL IN DER PERSON DES REISETEILNEHMERS
6.1 Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsabschluss auf √Ąnderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts oder des Ortes der R√ľckreise, der Unterkunft, der Bef√∂rderungsart oder der Fluglinie (Umbuchung) besteht nicht. Wird auf Wunsch des Kunden dennoch eine Umbuchung vorgenommen, berechnet Escavia Kulturreisen GmbH bis 45 Tage vor Reiseantritt ein Umbuchungsentgelt von mindestens 50 Euro pro Person bei erdgebundenen Reisen und 100 Euro bei Flugreisen.
6.2 Umbuchungsw√ľnsche, die sp√§ter als 45 Tage vor Reiseantritt erfolgen, k√∂nnen, sofern ihre Durchf√ľhrung √ľberhaupt m√∂glich ist, nur nach R√ľcktritt vom Reisevertrag zu Bedingungen gem√§√ü Ziffer 5.2 bis 5.5 und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgef√ľhrt werden. Dies gilt nicht bei Umbuchungsw√ľnschen, die nur geringf√ľgige Kosten verursachen. Die Kosten f√ľr eine individuelle Flugverl√§ngerung betragen mindestens 100 Euro Aufpreis pro Person. Ausgenommen sind Buchungen von im Katalog ausgeschriebenen Anschlussprogrammen und Hotelverl√§ngerungen, die √ľber den Reiseveranstalter gebucht werden.
6.3 Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt. Der Reiseveranstalter ann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Reiseerfordernissen nicht gen√ľgt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder beh√∂rdliche Anordnungen entgegenstehen. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften er und der urspr√ľngliche Kunde dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner f√ľr den Reisepreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten.

7. NICHT IN ANSPRUCH GENOMMENE LEISTUNGEN
Nimmt der Kunde einzelne Reiseleistungen, die ihm ordnungsgem√§√ü angeboten wurden, nicht in Anspruch aus Gr√ľnden, die ihm anzurechnen sind (z.B. wegen vorzeitiger R√ľckreise oder aus sonstigen zwingenden Gr√ľnden), hat er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises. Der Reiseveranstalter wird sich um Erstattung der ersparten Aufwendungen durch die Leistungstr√§ger bem√ľhen. Diese Verpflichtung entf√§llt, wenn es sich um v√∂llig unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder beh√∂rdliche Bestimmungen entgegenstehen.

8. R√úCKTRITT WEGEN NICHTERREICHENS DER MINDESTTEILNEHMERZAHL
Wird eine ausdr√ľcklich ausgeschriebene Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, ist der Reiseveranstalter berechtigt, die Reise bis zu 25 Tage vor Reisebeginn abzusagen. Sollte bereits zu einem fr√ľheren Zeitpunkt ersichtlich sein, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht werden kann, hat der Reiseveranstalter unverz√ľglich von seinem R√ľcktrittsrecht Gebrauch zu machen. Wird die Reise aus diesem Grund nicht durchgef√ľhrt, erh√§lt der Kunde auf den Reisepreis geleistete Zahlungen unverz√ľglich zur√ľck.

9. K√úNDIGUNG AUS VERHALTENSBEDINGTEN GR√úNDEN
Der Reiseveranstalter kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist k√ľndigen, wenn der Kunde ungeachtet einer Abmahnung des Reiseveranstalters nachhaltig st√∂rt oder wenn er sich in solchem Ma√üe vertragswidrig verh√§lt, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. K√ľndigt der Reiseveranstalter, so beh√§lt er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschlie√ülich der ihm von den Leistungstr√§gern gut gebrachten Betr√§ge.

10. AUFHEBUNG DES REISEVERTRAGES WEGEN H√ĖHERER GEWALT
Zur K√ľndigung des Reisevertrages wird auf die gesetzliche Reglung im BGB verwiesen, die wie folgt lautet: ‚Äě¬ß 651j: (1) Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer h√∂herer Gewalt erheblich erschwert, gef√§hrdet oder beeintr√§chtigt, so k√∂nnen sowohl der Reiseveranstalter als auch der Reisende den Vertrag allein nach Ma√ügabe dieser Vorschrift k√ľndigen. (2) Wird der Vertrag nach Absatz 1 gek√ľndigt, so finden die Vorschriften des ¬ß 651e Abs. 3 S√§tze 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 Anwendung. Die Mehrkosten f√ľr die R√ľckbef√∂rderung sind von den Parteien je zur H√§lfte zu tragen. Im √úbrigen fallen die Mehrkosten dem Reisenden zur Last‚Äú.

11. OBLIEGENHEITEN DES KUNDEN
11.1 Mängelanzeige
Wird die Reise nicht vertragsgem√§√ü erbracht, so kann der Kunde Abhilfe verlangen. Der Kunde ist aber verpflichtet, dem Reiseveranstalter einen aufgetretenen Reisemangel unverz√ľglich anzuzeigen. Unterl√§sst er dies schuldhaft, tritt eine Minderung des Reisepreises nicht ein. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Anzeige erkennbar aussichtslos oder aus anderen Gr√ľnden unzumutbar ist. Der Kunde ist verpflichtet, seine M√§ngelanzeige unverz√ľglich der Reiseleitung am Urlaubsort zur Kenntnis zu geben. Ist eine Reiseleitung am Urlaubsort nicht vorhanden, sind etwaige Reisem√§ngel dem Reiseveranstalter an dessen Sitz zur Kenntnis zu geben. Die Reiseleitung ist beauftragt f√ľr Abhilfe zu sorgen, sofern dies m√∂glich ist. Sie ist jedoch nicht befugt, Anspr√ľche des Kunden anzuerkennen.
11.2 Fristsetzung durch K√ľndigung
Will ein Kunde den Reisevertrag wegen eines Reisemangels der in ¬ß 615 c BGB bezeichneten Art nach ¬ß 615 e BGB oder aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbaren Grund wegen Unzumutbarkeit k√ľndigen, hat er dem Reiseveranstalter zuvor eine angemessene Frist zur Abhilfeleistung zu setzen. Dies gilt nur dann nicht, wenn Abhilfe unm√∂glich ist oder vom Reiseveranstalter verweigert wird oder wenn die sofortige K√ľndigung des Vertrages durch ein besonderes, dem Reiseveranstalter erkennbares Interesse des Kunden gerechtfertigt wird.
11.3 Gepäckverlust und Gepäckverspätung
Sch√§den oder Zustellungsverz√∂gerungen bei Flugreisen empfiehlt der Veranstalter dringend unverz√ľglich an Ort und Stelle mittels Schadensanzeige (P.I.R.) der zust√§ndigen Fluggesellschaft anzuzeigen. Fluggesellschaften lehnen in der Regel Erstattungen ab, wenn die Schadensanzeige nicht ausgef√ľllt worden ist. Die Schadensanzeige ist bei Gep√§ckverlust binnen 7 Tage, bei Versp√§tung innerhalb 21 Tagen nach Aush√§ndigung, zu erstatten. Im √úbrigen ist der Verlust, die Besch√§digung oder die Fehlleitung von Reisegep√§ck der Reiseleitung oder der √∂rtlichen Vertretung des Veranstalters anzuzeigen.
11.4 Reiseunterlagen
Der Kunde hat den Reiseveranstalter zu informieren, wenn er die erforderlichen Reiseunterlagen (z.B. Flugschein) nicht innerhalb der vom Reiseveranstalter mitgeteilten Frist erhält.
11.5 Schadensminderungspflicht
Der Kunde hat den Eintritt eines Schadens möglichst zu verhindern und eingetretene Schäden gering zu halten. Insbesondere hat er den Reiseveranstalter auf die Gefahr eines Schadens aufmerksam zu machen.

12. BESCHR√ĄNKUNG DER HAFTUNG
12.1 Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters f√ľr Sch√§den, die nicht K√∂rpersch√§den sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschr√§nkt, a) soweit ein Schaden des Reisenden weder vors√§tzlich noch grob fahrl√§ssig herbeigef√ľhrt wird oder b) soweit der Reiseveranstalter f√ľr einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungstr√§gers verantwortlich ist.
12.2 Die deliktische Haftung des Reiseveranstalters f√ľr Sachsch√§den, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrl√§ssigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreises beschr√§nkt. Diese Haftungsh√∂chstsumme gilt jeweils je Reisenden und Reise. M√∂glicherweise dar√ľber hinausgehende Anspr√ľche im Zusammenhang mit Reisegep√§ck nach dem Montrealer √úbereinkommen bleiben von der Beschr√§nkung unber√ľhrt.
12.3 Der Reiseveranstalter haftet nicht f√ľr Leistungsst√∂rungen, Personen und Sachsch√§den im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z. B. Ausfl√ľge, Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen, Bef√∂rderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und von der Buchungsbest√§tigung ausdr√ľcklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie f√ľr den Kunden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen des Reiseveranstalters sind. Der Reiseveranstalter haftet jedoch a) f√ľr Leistungen, welche die Bef√∂rderung des Kunden vom ausgeschriebenen Ausgangsort der Reise zum ausgeschriebenen Zielort, Zwischenbef√∂rderungen w√§hrend der Reise und die Unterbringung w√§hrend der Reise beinhalten. b) wenn und insoweit f√ľr einen Schaden des Kunden die Verletzung von Hinweis-, Aufkl√§rungs- oder Organisationspflichten des Reiseveranstalters urs√§chlich geworden ist.

13. AUSSCHLUSS VON ANSPR√úCHEN UND VERJ√ĄHRUNG
13.1 Anspr√ľche wegen nicht vertragsgem√§√üer Erbringung der Reise hat der Reisende innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Zeitpunkt der Beendigung der Reise geltend zu machen. Anspr√ľche aus unerlaubter Handlung unterliegen der gesetzlichen Verj√§hrungsfrist. Die Geltendmachung kann fristwahrend nur gegen√ľber dem Reiseveranstalter unter der nachfolgend angegebenen Anschrift erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Anspr√ľche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist. Dies gilt jedoch nicht f√ľr die Frist zur Anmeldung von Gep√§cksch√§den, Zustellungsverz√∂gerungen bei Gep√§ck oder Gep√§ckverlust im Zusammenhang mit Fl√ľgen gem√§√ü Ziffer 11.3. Diese sind binnen 7 Tagen bei Gep√§ckverlust, binnen 21 Tagen bei Gep√§ckversp√§tung nach Aush√§ndigung zu melden.
13.2 Anspr√ľche des Reisenden nach den ¬ß¬ß 651 c bis 651 f BGB verj√§hren in einem Jahr. Die Verj√§hrung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte. Schweben zwischen dem Reisenden und dem Reiseveranstalter Verhandlungen √ľber den Anspruch oder die den Anspruch begr√ľndenden Umst√§nde, so ist die Verj√§hrung gehemmt, bis der Reisende oder der Reiseveranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verj√§hrung tritt fr√ľhestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

14. INFORMATIONSPFLICHTEN √úBER DIE IDENTIT√ĄT DES AUSF√úHRENDEN LUFTFAHRTUUNTERNEHMENS
Die EU-Verordnung zur Unterrichtung von Flugg√§sten √ľber die Identit√§t des ausf√ľhrenden Luftfahrtunternehmens verpflichtet den Reiseveranstalter, den Kunden √ľber die Identit√§t der ausf√ľhrenden Fluggesellschaft s√§mtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbef√∂rderungsleistungen bei der Buchung zu informieren. Steht bei der Buchung die ausf√ľhrende Fluggesellschaft noch nicht fest, so ist der Reiseveranstalter verpflichtet, dem Kunden die Fluggesellschaft bzw. die Fluggesellschaften zu nennen, die wahrscheinlich den Flug durchf√ľhren wird bzw. werden. Sobald der Reiseveranstalter wei√ü, welche Fluggesellschaft den Flug durchf√ľhren wird, muss er den Kunden informieren. Wechselt die dem Kunden als ausf√ľhrende Fluggesellschaft genannte Fluggesellschaft, muss der Reiseveranstalter den Kunden √ľber den Wechsel informieren. Er muss unverz√ľglich alle angemessenen Schritte einleiten, um sicherzustellen, dass der Kunde so rasch wie m√∂glich √ľber den Wechsel informiert wird. Die Liste von Luftfahrtunternehmen, die in der EU einer Betriebsuntersagung unterliegen (‚ÄěBlack List‚Äú), ist unter der Internetseite http://ec.eu-ropa.eu/transport/air-ban/list_de.htm abrufbar.

15. PASS-, VISA- UND GESUNDHEITSVORSCHRIFTEN
15.1 Der Reiseveranstalter wird Staatsangeh√∂rige eines Staates der Europ√§ischen Gemeinschaften, in dem die Reise angeboten wird, √ľber Bestimmungen von Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften vor Vertragsabschluss sowie √ľber deren evtl. √Ąnderungen vor Reiseantritt unterrichten. F√ľr Angeh√∂rige anderer Staaten gibt das zust√§ndige Konsulat Auskunft. Dabei wird davon ausgegangen, dass keine Besonderheiten in der Person des Kunden und eventueller Mitreisender (z. B. Doppelstaatsangeh√∂rigkeit, Staatenlosigkeit) vorliegen.
15.2 Der Reisende sollte sich √ľber den die Gesundheitsvorschriften hinaus gehenden Infektions- und Impfschutz sowie √ľber andere Prophylaxema√ünahmen rechtzeitig informieren; ggf. sollte √§rztlicher Rat eingeholt werden.
Auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheits√§mtern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale f√ľr gesundheitliche Aufkl√§rung wird verwiesen.
15.3 Der Kunde ist verantwortlich f√ľr das Beschaffen und Mitf√ľhren der notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, insbesondere die Zahlung von R√ľcktrittskosten, die aus dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, z.B. die Zahlung von R√ľcktrittskosten, gehen zu seinen Lasten. Dies gilt nicht, wenn der Reiseveranstalter schuldhaft nicht unzureichend oder falsch informiert hat.
15.4 Der Reiseveranstalter haftet nicht f√ľr die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch die jeweilige diplomatische Vertretung, wenn der Kunde ihn mit der Besorgung beauftragt hat, es sei denn, dass der Reiseveranstalter eigene Pflichten schuldhaft verletzt hat.

16. K√ĖRPERLICHE ANFORDERUNGEN
Die Angaben zu den körperlichen Anforderungen bei Wanderungen erfolgen grundsätzlich nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr, da solche Angaben nicht nur subjektiven Einschätzungen unterworfen sind, sondern auch durch äußere Umstände, wie vor allem Wetterbedingungen, stark beeinflusst werden.

17. DATENSCHUTZ
Die im Zusammenhang mit der Reise erfassten Daten der Reiseteilnehmer werden ausschlie√ülich zur Durchf√ľhrung der Reise und zur Kundenbetreuung verwendet. Dazu dient auch eine Liste der Teilnehmer einer Reise, sortiert nach Namen, Vornamen, Zustieg und, sofern bekannt, Wohnort, die jeder Mitreisende vor Reiseantritt erh√§lt. Falls die Aufnahme in diese Liste nicht gew√ľnscht wird, kann dies dem Reiseveranstalter gegen√ľber bei Buchung oder mit Erhalt der Buchungsbest√§tigung gesondert erkl√§rt werden.

18. G√úLTIGKEITEN
S√§mtliche Angaben auf dieser Website √ľber Leistungen, Programme, Termine, Abflugzeiten, Preise und Reisebedingungen entsprechen dem Katalog 2012 – Stand bei der Drucklegung (Dezember 2011). Mit Erscheinen des Jahreskataloges 2013 verlieren alle vorher erschienenen Prospekte ihre G√ľltigkeit.

19. RECHTSWAHL
Auf das Vertragsverh√§ltnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter findet ausschlie√ülich deutsches Recht Anwendung. Dies gilt auch f√ľr das gesamte Rechtsverh√§ltnis. Soweit bei Klagen des Kunden gegen den Reiseveranstalter im Ausland f√ľr die Haftung des Reiseveranstalters dem Grunde nach nicht deutsches Recht angewendet wird, findet bez√ľglich der Rechtsfolgen, insbesondere hinsichtlich Art, Umfang und H√∂he von Anspr√ľchen des Kunden ausschlie√ülich deutsches Recht Anwendung.

20. GERICHTSSTAND
20.1 Der Reisende kann den Reiseveranstalter nur an dessen Sitz verklagen.
20.2 F√ľr Klagen des Reiseveranstalters gegen den Reisenden ist der Wohnsitz des Reisenden ma√ügebend. F√ľr Klagen gegen Kunden bzw. Vertragspartner des Reisevertrages, die Kaufleute, juristische Personen des √∂ffentlichen oder privaten Rechts oder Personen sind, die ihren Wohnsitz oder gew√∂hnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz oder gew√∂hnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Reiseveranstalters vereinbart.
20.3 Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht, a) wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen internationaler Abkommen, die auf den Reisevertrag zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter anzuwenden sind, etwas anderes zugunsten des Kunden ergibt oder b) wenn und insoweit auf den Reisevertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde angeh√∂rt, f√ľr den Kunden g√ľnstiger sind als die nachfolgenden Bestimmungen oder die entsprechenden deutschen Vorschriften.

21. SONSTIGES
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages einschließlich dieser Reisebedingungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

22. VERANSTALTER
ESCAVIA Kulturreisen GmbH
Waldhofer Str. 102
69123 Heidelberg
Tel. 06221 – 650 39 32
Fax 06221 – 650 39 37

Diese Allgemeinen Reisebedingungen gelten f√ľr alle Reisen, die ab dem 16.04.2012 gebucht wurden.

 

ESCAVIA Kulturreisen GmbH weist hiermit auf die Plattform der EU zur außergerichtlichen Online-Streitbeilegung unter
http://ec.europa.eu/consumers/odr  hin.

ESCAVIA Kulturreisen GmbH nimmt nicht an einem freiwilligen Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teil. Trotzdem sind wir verpflichtet, Ihnen die Kontaktdaten der zuständigen Stelle zu nennen:

Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle des Zentrums f√ľr Schlichtung e.V.,
Straßburger Str. 8
77694 Kehl
Telefon: +49 78517957940, Fax: +49 78517957941
www.verbraucher-schlichter.de, mail@verbraucher-schlichter.de

 
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