1480 – Okzitanien – im Reich der Troubadoure

 

O K Z I T A N I E N
– im Reich der TROUBADOURE

PÉRIGORD – AQUITANIEN – MIDI

ESCAVIA Kultur- und Schlemmerreise in individueller Kleingruppe von 6 – 14 Personen

Für Freunde von Romanik und Romantik, von exquisiter Küche und erlesenem Wein, bietet das alte Okzitanien alles, was das Herz begehrt. Mächtige Burgen und charmante Dörfer, prähistori­sche Kunst und Luft- und Raumfahrtindustrie, liebliche Dordogne und wilder Lot, zartschmel­zende Stopfleber und deftiges Cassoulet, kräftiger Cahors-Wein und süßer Sauternes…
Die Wiege der europäischen Kunst liegt im Périgord, vor über 20.000 Jahren malten unsere Vor­fahren auf die nackten Wände der unzähligen Höhlen der Region. Im Mittelalter gestalteten die Steinmetze anrührende und lebendige Tympana und Kapitelle in Toulouse, Con­ques und Moissac. 900 Jahre später zog Henri Toulouse-Lautrec aus, die Pariser Halbwelt zu erobern, heute erobern die größten Flugzeuge von Toulouse aus die Sphären.

Ehemals waren die Grafen von Toulouse und die Herzöge von Aquitanien mächtiger als die franzö­sischen Könige. Heldin des Südwestens: Eleonore von Aquitanien, „Königin der Troubadoure“, zu­erst Königin Frank­reichs, dann Englands, Herrscherin von den Pyrenäen bis nach Schottland. Ob Albigenser-Kreuz­zug oder Hundertjähriger Krieg, historische Ereignisse, die die europäische Ge­schichte nachhaltig beeinflussten, hatten in dieser fruchtbaren und reichen Gegend ihre Schau­plätze.

Die kulinarischen Schätze des Südwestens stehen den kulturellen Juwelen in nichts nach. Für die Hälfte aller Franzosen ist die Küche des Périgords die beste Frankreichs. Welch ein Kompliment, weiß man, dass die französische Küche immerhin zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt wurde. Gänsestopfleber, Entenconfit, Trüffel, Walnüsse, Backpflaumen im Armagnac, Stör, Neunauge – die Spezialitätenliste ist lang und wartet darauf „abgearbeitet“ zu werden.

Sternege­krönte Spitzenküche wie Michel Sarran, Francois Adamski oder David Enjalran warten darauf, Ih­ren Gaumen zu verwöhnen. Eine wahre Schatzsuche ist die „Jagd nach den schwarzen Diaman­ten“ – den Périgord-Trüffeln. Ob Merlot aus Saint-Emilion, Cabernet aus dem Médoc, Malbec aus Cahors oder edelsüße Sau­ternes, auch die Vielfalt der Weinkultur verdient es, ent­deckt zu werden.

So unterschiedlich wie Küche, Wein und Kultur sind auch die Menschen des Südwestens. Lassen Sie sich anstecken von der lauten Herzlichkeit der Toulousaner, der vornehmen Höflichkeit der Bordelaiser und der be­geisternden Gastfreundschaft der Périgourdiner. Das Midi und Aquitanien haben tausend und einen guten Grund bereist zu werden.

Die sorgfältige Auswahl der Hotels – mal im Herzen der Städte, mal in ländlicher Idylle -, die hand­verlesenen Restaurants, von Geheimtipps bis zum Zwei-Sterne-Restaurant, und das abwechslungs­reiche Programm, werden Sie zu eingeschworenen Lieb­habern des Midi werden lassen.

Fühlen Sie sich wie Könige im Reich der Troubadoure!

 

1. Tag, Freitag, 28.09.2018
Flug mit Lufthansa von München nach Toulouse. Ankunft am frühen Nachmittag. In unmittel­barer Flughafennähe wird im Airbus-Werk der neue A380 endmontiert, bei einem Rundgang dür­fen wir in die „heiligen Hallen“ blicken. Danach fahren wir in das nette Dörfchen Puylaurens, in dessen Nähe unsere Unterkunft liegt: das bezaubernde kleine Landhotel Cap de Castel, wo wir die nächsten 2 Nächte verbringen werden. Abends gemeinsames Dîner im ausgezeichneten Restaurant im Haus. 60 km



2. Tag, Samstag, 29.09.2018
Morgens Fahrt nach Albi – einstmals eine Hochburg der Katharer – wird unter dem neuen Bischof der Stadt zu einem Bollwerk des rechten Glaubens. Immerhin ist dieser Bischof Vize-Inquisitor Frankreichs! Die Kathe­drale Ste-Cécile zeigt schon von außen, woher der neue Wind wehte; von innen überrascht der mäch­tige Bau mit opulenter Ausstattung. Anschließend „reisen“ wir ins fin de siècle und studieren die Werke des berühmten Sohnes der Stadt, Henri Toulouse-Lautrec. Im ehemaligen Bischofspa­last ist der umfangreichste Zyklus seines Werkes ausgestellt. Das Mittagessen nehmen wir im „Esprit du Vin“ beim Sternekoch David Enjalran ein. Nachmittags ein Ausflug nach Cordes-sur-Ciel: mit der kleinen Bimmelbahn lassen wir uns hoch über den Himmel bringen in die mittel­alterliche Bastide. Bei einem Bummel durch das hübsche Städtchen entdecken wir erstaunlich viele gotische Profanbauten. 175 km.



3. Tag, Sonntag, 30.09.2018
Ein wahres romanisches Juwel erwartet uns in Conques. In das malerische Dorf ziehen noch heute die Jakobspilger, um die Abteikirche Ste-Foy und die Schatzkammer zu besuchen. Dramatisch und detailverliebt: das Jüngste Gericht am Westportal. Juwelengeschmückt thront die heilige Fides, das „A“ Karls des Großen beweist welch hohen Stellenwert das Kloster Conques schon bei den Karo­lingern genoss. Nachmittags zieht es uns weiter ins wildromantische Quercy nach St-Cirq-Lapopie. Das Dorf Saint-Cirq-Lapopie, das wie an den Felsen geklebt scheint, wurde 2012 von den Franzo­sen zum schönsten Dorf Frankreichs gewählt. Wir schlendern durch die mittelalterlichen Gassen und genießen die Blicke in das Tal des Lot. Abendessen in einem guten Restaurant im Dörfchen. 195 km. Eine Übernachtung im idyllischen Landhotel „Le Saint Cirq (oder vergleichbar).



4. Tag, Montag, 01.10.2018
Auf dem alten Treidelpfad spazieren wir (leicht, 1 St. ohne Steigungen) am Fluss entlang. Ein Juwel der prähistorischen Kunst erwartet uns: Auerochsen, Mammuts und gepunktete Pferde malten unsere Vorfahren auf die Wände der Grotte von Pech-Merle. Wir folgen dem Flusse Lot nach Cahors und suchen den Teufel, der die berühmte mittelalterliche Brücke Pont Valentré gebaut ha­ben soll. Cahors war im Mittelalter die Bankenzentrale Frankreichs und damit eine der reichsten Städte des Landes. Beim Bummel durch die heute eher beschaulich-verschlafene Altstadt sehen wir eine der seltenen Kuppelkirchen Frankreichs, die Kathedrale St. Etienne. Zwar haben in Souillac die Bilderstürmer der Revolution das Portal zerstört, doch einige der schönsten Figuren blieben dennoch erhalten. Der „Tanzende Jesaia“ begeistert uns durch seine feine Ausführung. Weiter nach Sarlat, wo wir unsere Zimmer für die kommenden vier Nächte beziehen werden. Stilvoll ist der Rahmen für unser Diner im „Petit Manoir“. 140 km. 4 Übernachtungen im „Plaza Madeleine“ in Sarlat.

5. Tag, Dienstag, 02.10.2018
Ein ganzer Tag an der Dordogne südlich von Sarlat. Im Hundertjährigen Krieg hielten die Herren von Beynac die Grenze gegen die Engländer. Deren Nachkommen sind noch heute Eigentümer der Burg, die ob ihres guten Erhaltungszustandes häu­fig als Filmkulisse dient – Luc Besson drehte hier seinen Film über Jeanne d´Arc. Mittags fahren wir hinauf zu den hängenden Gärten von Mar­queyssac. André Le Nôtre legte hier im 17. Jh. seinen wohl schönsten Barockgarten an. Von der Terrasse des „Salon de Thé“ können Sie den Blick über die Vallée de Dordogne schweifen lassen. Bei der Fahrt mit einer Gabare auf dem Fluss sehen wir unterwegs weitere Schlösser und Burgen. Im idylli­schen Dordogne-Tal dreht sich kulinarisch (fast) alles um die Gänseleber, auf einem Bauernhof be­gleiten wir nachmittags die Bäuerin zum berühmten Federvieh und sehen ihr bei der Gavage (dem Stopfen) zu – Streicheleinheiten inklusive. 75 km.

 

6. Tag, Mittwoch, 03.10.2018
Markttag in Sarlat! Beim Anblick der Köstlichkeiten läuft einem das Wasser im Munde zusammen! Wir bummeln durch die hervorragend sanierte Renaissance-Stadt und inspizieren das Warenange­bot der Marktstände. Bei Feinschmeckern in aller Welt heiß begehrt sind die „schwarzen Diaman­ten“ des Périgord: die Trüffel. Mit Edouard und seinem Hund Titeuf gehen wir auf die Suche nach den schwarzen Schätzen, die bis zu 1.500 Euro pro Kilo kosten können. Und natürlich werden wir uns die teuren Knollen auch bei einem Essen schmecken lassen. 60 km.

 

7. Tag, Donnerstag, 04.10.2018
Im Musée de la Préhistoire in Les Eyzies stimmen wir uns ein auf die Zeit des Cro Magnon-Men­schen, der im Tal der Vézère seine Spuren hinterlassen hat. Die romanische Kirche in St. Léon-sur-Vézère gilt als eine der schönsten romanischen Kirchen im Périgord und ist der Edelstein im schmucken Dorf. Die „Sixtinische Kapelle der Prähistorie“ Lascaux (UNESCO-Weltkulturerbe) wurde detailgenau kopiert, um uns auch heute noch die grandiosen Bilder der Pferde und Stiere bestaunen lassen zu können. Nach unserer Rückkehr nach Sarlat haben Sie noch Zeit zu einem Bummel durch die Stadt. Zum Abendessen erwartet man uns im „Jardins d’Harmonie“. 75 km

8. Tag, Freitag, 05.10.2018
Weinberge so weit das Auge reicht rund um St. Emilion (UNESCO-Kulturerbe). Wir besichtigen die Einsiedelei des Heiligen und die größte Felsenkirche Europas. Beim Mittagessen haben Sie Gele­genheit, die samtigen Rotweine kennenzulernen. Das zweite berühmte Weinbaugebiet des Bordelais ist das Médoc um das Dorf Pauillac. Hier wird hauptsächlich die Cabernet Sauvignon-Traube angebaut. Auf einem Deuxième Grand Cru-Weingut kosten wir die edlen Tropfen. Abends Fahrt nach Bordeaux. Mitten in der Innenstadt (UNESCO-Weltkulturerbe) checken wir in einem völlig neuen und charmanten Hotel im eleganten Viertel der Grands Hom­mes ein. 310 km. Abends dinieren wir in einem kleinen eleganten Restaurant „Clos d’Augusta“, weitab der Touristenpfade. Zwei Übernachtungen im Hotel „La Cour Carrée“ in Bordeaux (oder vergleichbar).


9. Tag, Samstag, 06.10.2018
Die Metropole an der Garonne präsentiert sich dank der Sanierungen der letzten Jahre unter Bür­germeister Alain Juppé wieder gediegen-elegant. Weinhändler und Reeder machten die Stadt im 18. Jahrhundert reich, der Intendant Baron de Tourny passte die alte Hauptstadt des Herzogtums Aquitanien dem Repräsentationsbedürfnis seiner Bürger an und schuf eine mondäne Weltstadt. Theater, Börse, Alleen – alles verströmt den Duft von Großbourgoisie. Auf einem Stadtspaziergang entdecken wir die schönsten Ecken der Stadt vom „Goldenen Dreieck“ bis zur Kathedrale. Mittags speisen wir im Sterne-Restaurant „Le Chapon Fin“. Am Nachmittag haben Sie Zeit für eigene Ent­deckungen oder um bei den Weinhändlern zu stöbern und zu verkosten.



10. Tag, Sonntag, 07.10.2018
Eines der renommiertesten Weinbaugebiete des Bordelais ist Sauternes. Berühmte Dessertweine entstehen hier – unter bestimmten Bedingungen – und nicht jedes Jahr! Auf Chateau Suduiraut las­sen wir uns in die Geheimnisse des „Weins der Könige und des Königs der Weine“ einweihen. Nachmittags machen wir uns auf den Weg nach Moissac. Im 11. Jh. begann der Auf­stieg der Abtei unter dem Abt Durand de Bredons. Das Tympanon der Abteikirche St. Pierre gehört zu den großen romanischen Meisterwerken Europas. Im Kreuzgang entzücken die filigranen Säulen mit den kunstvoll verzierten Kapitellen. Am Abend erreichen wir „la ville rose“ – Toulouse. In originellem und originalem Jugendstil-Ambiente genießen wir die klassische Küche des Südwestens in der Bierschänke Brasserie Beaux-Arts. 310 km. Zwei Übernachtungen im charmanten 4-Sterne-Hotel de Brienne im Her­zen von Toulouse (oder vergleichbar).

11. Tag, Montag, 08.10.2018
Morgens pilgern wir zur Basilika Saint-Sernin, im Mittelalter eine wichtige Station der Jakobspilger, heute noch immer ein Meilenstein der europäischen Kunstgeschichte. Einige der ältesten romani­schen Plastiken bestaunen wir am Grafenportal und am Miègeville-Portal. Wir versuchen das erste ikonologische Programm in Stein zu enträtseln und bewundern die Steinmetzarbeit des Meisters Bernardus Gelduinus. In der Jakobinerkirche ruhen die Gebeine des Thomas von Aquin unter mei­sterhaftem Gewölbe. Mittags schlemmen wir im Zweisternelokal bei Michel Sarran. Am Nachmit­tag können Sie im Musée des Augustins Kunstwerke aus acht Jahrhunderten bestaunen oder in der futuristischen Cité de l‘Espace den Weltraum erkunden.



12. Tag, Dienstag, 09.10.2018
Nutzen Sie den Vormittag, um noch einmal durch die lebendige Stadt zu flanieren oder in der Markthalle letzte kulinarische Spezialitäten einzukaufen. Gegen Mittag machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. 10 km. Rückflug am Nachmittag.

 

 

LEISTUNGEN

  • 12 Reisetage – 11 Übernachtungen/Frühstück
  • Linienflug (Lufthansa) von München nach Toulouse und zurück
  • 2 Übernachtungen im charmanten Landhotel Cap de Castel  bei Puylaurens
  • 1 Übernachtung im romantischen Landhotel Le Saint-Cirq bei St. Cirq-Lapopie (oder vergleichbar)
  • 4 Übernachtungen im Plaza Madeleine (oder vergleichbar) in Sarlat
  • 2 Übernachtungen im La Cour Carrée in Bordeaux (oder vergleichbar)
  • 2 Übernachtungen im charmanten Hotel de Brienne in Toulouse
  • 6 Abendessen in ausgesuchten Restaurants
  • 3 Mittagessen in Sternerestaurants
  • 1 Trüffelessen mit Trüffelsuche
  • 2 Weinproben in Sauternes und im Médoc
  • 1 Gänseleber-Verkostung
  • 1 Bootstour auf der Dordogne
  • Rundreise im bequemen klimatisierten Kleinbus bzw. Minibus
  • sämtliche Eintrittsgelder zu den aufgeführten Besichtigungen
  • ESCAVIA Reiseleitung Gregor Kulosa

zusätzlich buchbar:

  • Reiserücktrittskostenversicherung: kostet zusätzlich ab 3,5% des Reisepreises, buchbar nur online. Klicken Sie bitte hier oder wählen Sie den Link TravelSecure auf unserer Homepage
  • Rail- & Fly-Ticket zum Flughafen (33,00 EUR pro Person pro Fahrt 2. Klasse)

 

 

TERMIN 2018   BUCHUNGSCODE
28.09. – 09.10.2018 Fr – Di 1480-01_2018

 

REISEPREIS 2018  
ab 3.990,00 EUR
660,00 EUR
pro Person im DZ
EZ-Zuschlag

 

TEILNEHMERZAHL: 6 – 14 Reisegäste

Der Reisepreis bezieht sich auf Abflug von München.Preise für Anschlussflüge oder Abflüge von anderen Flughäfen nennen wir Ihnen gerne auf Nachfrage.

 

 
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