1610 – Slowakei – das Stiefmütterchen Mitteleuropas

SLOWAKEI0001
Der Tschirmer See in der Hohen Tatra

S l o w a k e i
Stiefmütterchen Mitteleuropas

Überraschende Kunst, Kultur und Natur zwischen der Do­nau und den Bergkämmen der Westlichen Karpaten

Sehr feine ESCAVIA Kulturreise in individueller Kleingruppe von 6 – 14 Personen

Stiefmütterchen. Aschenputtel. Der arme, abgehängte Rest.
In Prag thront der Hradschin majestätisch über der Moldau, Budapest hat seine prachtvolle go­tische Parlamentsfassade an der Donau – die Slowakei hat der kol­lektiven westlichen Wahrneh­mung kein vergleichbares Bild hinzuzufügen und wird – wenn überhaupt kulturell oder künstle­risch wahrgenommen – als der Wurmfortsatz von Tschechien empfunden.
Zeit, damit aufzuräumen: denn auf 400 km „Breite“ und 200 km „Höhe“ ballen sich in den Karpaten, in Niederer und Hoher Tatra, Orte und Örtchen, die gleich dut­zendweise bei der UNESCO registriert sind.
Wir sehen die beiden Metropolen des Landes: Bratislava im Westen an der Donau – Košice in den Ost-Karpaten und im Jahre 2013 Kulturhauptstadt Europas. Wir durch­queren Niedere und Hohe Tatra – ein landschaftlicher Hochgenuss – und über­nach­ten enorm reizvoll mehrfach beim Tschirmer See.
Und täglich stoßen wir auf verblüffende Kultur: da ist beispielsweise die Tradition der Holzkir­chen, die durch Stil-Epochen und Reformation hindurch das religiöse All­tagsbild in vielen Teilen des Landes darstellten. Und die großartigen Burganlagen oder die Industriedenkmale, die vom jahrhundertelang betriebenen Bergbau auf uns gekommen sind.
Nein, zu Unrecht führt die Slowakei ein touristisches Stiefmütterchen-Dasein! In schmucken, herausgeputzten mittelalterlichen Innenstädten glänzen großartige Ka­thedralen und prächtige Bürgerhäuser! Mittelalterliche Fresken und bedeutende go­tische Flügel-Altäre zählt man hier ebenfalls im Dutzend.
Mit der Slowakei erleben Sie also einen europäischen Kulturraum erster Güte, ent­standen aus dem jahrtausendealten Austausch der vielen Völker und Völkchen, die im Herzen des Konti­nents Handel und Wandel betrieben, durchzogen oder sich nie­derließen und langsam vermisch­ten. So ist es auch beim Essen: Nockerln, Dampfnu­deln und Scheiterhaufen haben österreichi­sche Wurzeln, Gulaschsuppe ungarische, und rutschen wird es entweder bei deftigem Bier oder dem exzellenten slowaki­schen Wein!
Wie bei ESCAVIA üblich, haben wir für Sie sehr gepflegte Unterkünfte ausgesucht: intime und ge­pflegte Boutique-Hotels in bester Lage erwarten Sie in der Hauptstadt Bra­tislava im Westen und in Košice im Osten. Und in den Karpaten übernachten Sie im historischen 5-Sterne-Grand-Hotel Kempinski High Tatras, unsere Zimmer haben selbstverständlich Blick auf den See und das herrliche Gebirgspanorama!

 BRATISLAVA0001

1. Reisetag     Mittwoch       29.08.2018
Anreise in die Slowakei – Donaufahrt – Bratislava

Gegen Mittag Ankunft am Flughafen in Wien. Per Bus nach Hainburg an der Donau, von wo aus wir uns auf eine kleine Schiffspartie Richtung Bratislava machen. In der slowakischen Haupt­stadt an­gekommen, machen wir sofort einen Abstecher zur Burgruine Devín – zu deutsch The­ben. Die mächtige Festung erhebt sich über der Thebener Pforte, wie der Durchbruch der Do­nau in den Karpatenraum genannt wird. Die Pforte markiert auch von alters her die Grenze zwi­schen slawi­schem und germanischem Siedlungsgebiet. Hier stoßen wir auch auf Reste des früheren Eisernen Vorhangs.

Wir beziehen das historische 5-Sterne Boutique-Hotel Arcadia in einem grundaufsanierten Ge­bäude aus dem 13. Jahrhundert; angeschlossen ist das Gourmet-Restaurant L’ Olive.
Dann besichtigen wir den historischen Stadtkern von Bratislava – zu deutsch Preßburg -, für 300 Jahre Krönungsstadt der ungarischen Könige. Wir sehen die Burg, die Martinskathedrale und bummeln durch die Altstadt. Vor dem Abendessen hören wir noch ein kurzes Orgelkonzert in der Martinskirche.

ORAVA0001

2. Reisetag     Donnerstag    30.08.2018
Bergbaugeschichte: Nitra – Schemnitz  //  Hohe Tatra

Morgens fahren wir nach Nitra, wo wir die Bischofsburg und die Kathedrale besichtigen, Anlass um auf zwölfhundert Jahre Geschichte zurückzublicken: die altslawischen Fürstentümer mit ih­ren wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Regensburg, Salzburg und zum ungarischen Kö­nigreich. Nachmittags besuchen wir die weltbekannte Bergbaustadt Banská Štiavnica (Schemnitz) mit Altem Schloss und Neuem Schloss und dem Dreifaltigkeitsplatz. Hochinteres­sant sind die noch heute sichtbaren Spuren des Bergbaus. Stadt und Umland sind UNESCO Weltkulturerbe.

Dann wird es gebirgig – es geht in die Tatra: zunächst durch den Nationalpark Niedere Tatra und weiter in die Hohe Tatra, wo wir in einer traumhaften Kulisse beim Tschirmer See unser Hotel be­ziehen werden. Auf einem kleinen Spaziergang werden wir mit einem der vielen Gletscher­seen be­kanntmachen.
3 Übernachtungen in der Hohen Tatra im historischen 5-Sterne-Grand-Hotel Kempinski High Ta­tras, unsere Zimmer haben selbstverständlich Blick auf den See und das herrliche Gebirgspanora­ma.

3. Reisetag     Freitag                        31.08.2018     
Chočgebirge: Barocke Holzkirche und Arwaer Burg
In einem Nebental im Chočgebirge erwartet uns im Dörflein Leštiny eine Überraschung: eine evan­gelische Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert – UNESCO Weltkulturerbe. Barock-Kaiser Leo­pold I., obwohl flammender Vertreter der Gegenreformation, erlaubte seinen ansonsten wenig geschätz­ten protestantischen Untertanen aufgrund der türkischen Bedrohung den Bau eigener Kirchen – streng reglementiert versteht sich: ohne Kirchturm, ohne Glocken und – nicht aus Stein! Dann geht es hinauf zur Arwaer Burg, dramatisch auf 3 Felsterrassen oberhalb des gleich­namigen Flusses er­baut. Stummfilmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau wählte die schaurig-schöne Kulisse für den ersten Vampirfilm überhaupt: Nosferatu. Zum Abschluss machen wir uns mit Musik und Folklore der Nordkarpaten bekannt – bei einem Konzert im Freilichtmuseum von Arwa.

ZIPSERBURG0001

4. Reisetag     Samstag          01.09.2018
Die Zips: Georgenburg – Zipser Burg und Kapitel

Ein Tag in der Zips – so heißt die Hohe Tatra östlich des Tschirmer Sees – zu Füßen der Zipser Schneeberge. In der gotischen Stadt Spišská Sobota (Georgenberg) besichtigen wir ein architek­toni­sches Juwel des Mittelalters, die romanisch-gotische Sankt-Georgs-Kirche. Wir besteigen die groß­artige Zipser Burg, den ursprünglichen Verwaltungssitz der Zips, UNESCO Weltkulturerbe. Die Ruine ist nach der Prager Burg mit 40 Hektar Ausdehnung die größte Burganlage Mittel­eu­ropas. Nahegelegen das Städtchen Spišská Kapitula (Zipser Kapitel) mit romanisch-gotischer Ka­thedrale Sankt Martin. Dann in die Hauptstadt der Zips – Levoča (Leutschau) mit vollständig er­haltenem mit­telalterlichem StadtkernUNESCO Weltkulturerbe. In der Jakobskirche gibt es den mit 18,62 Me­tern weltweit höchsten gotischen Altar, Werk des genialen Meisters Paul von Leutschau, Zeit­ge­nosse von Tilman Riemenschneider und Veit Stoß. In der Stadt Kežmarok (Käsmark), besuchen wir die berühmte evangelische Holzkirche. Dann essen wir in Georgenberg zu Abend und kehren da­nach zu unserem Hotel beim Tschirmer See zurück.

SPISSOBOTA0001

5. Reisetag     Sonntag          02.09.2018
Dunajec-Durchbruch – Holzkirchen – Flügelaltäre

Über das Magura-Gebirge in die Zamagurie und den Nationalpark Pieniny. Das Kloster LechnicaRotes Kloster genannt – gehörte einst den Karthäusern, dann den Kamaldulensern. Landschaft­lich dramatisch wird die Floßfahrt durch den Durchbruch des Dunajec – ein Nebenfluss der Weichsel – durch die Hohe Tatra, die hier die Grenze zu Polen bildet. Nachmittags nach Bardejov (Bartfeld), UNESCO-Weltkulturerbe, und zwar weil die Stadt eine der am besten erhaltenen mit­telalterlichen Altstädte aufweist. Wir sehen die gotische Ägidius-Kirche, berühmt für ihre vielen Flügelaltäre. In der Nähe liegt Hervatov, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe, wo wir die gotische Holzkirche Sankt Franziskus besuchen werden. Wir übernachten 2 Mal in Košice (Kaschau), und zwar im 4-Sterne-Boutique Hotel Zlaty Dukat Kosice, das mitten in der Stadt in einem der älte­sten Häuser am Ort liegt.

HERVATOV0001

6. Reisetag     Montag          03.09.2018
Kaschau – Byzantinische Holzkirchen

Košice
(Kaschau) ist die zweitgrößte Stadt des Landes und Zentrum der Ostslowakei. Die präch­tige gotische Elisabeth-Kathedrale steht mitten auf dem städtebaulich kuriosen Hlavná-Platz. Dann weiter in die Ostkarpaten, wo wir in Miroľa, Bodružal und Ladomirová griechisch-katholi­sche Holz­kirchen sehen werden, einmalige Erscheinung der östlichen Baukultur: byzantinische altslawi­sche Liturgie, westliche Gotik und Barock und das ganze volkstümlich aus Holz gebaut. Grund ge­nug, alle drei Orte zum UNESCO-Weltkulturerbe zu küren. In Malá Tŕňa bewundern wir das hoch­inter­essante alte Wein-Kellersystem. Ein Zehntel der berühmt-berüchtigten Weinre­gion Tokaj lie­gen in der Slowakei; wir vergewissern uns bei einer Weinverkostung, dass ange­sichts kluger Win­zer die Skepsis dem Tokajer gegenüber nicht immer angebracht ist.

Chrám Ochrany Presvätej Bohorodičky, Miroľa

7. Reisetag     Dienstag         04.09.2018     
Dobschauer Eishöhle – Fresken – Thurzo-Fugger
Heute durchqueren wir fast die gesamte Slowakei von Ost nach West. Am Morgen noch Freizeit in Kaschau. Dann fahren wir nach Westen in den Nationalpark Slowakisches Paradies. Hier be­wun­dern wir bei einer Besichtigung die einzigartige Dobschauer Eishöhle (UNESCO-Weltnatur­erbe). In der Mittelslowakei besuchen wir in Poniky die gotische Kirche mit mittelalterlichen Fresken. In Banská Bystrica (Neusohl) sehen wir prächtige Bürgerhäuser aus Gotik, Renaissance und Barock. Grundlage des Wohlstands war der Pakt von Jakob Fugger – Financier von Weltgel­tung – und dem slowakischen Grafen Johan Thurzo: um 1500 war die von beiden betriebene Ge­sellschaft Ungari­scher Kupferhandel das größte europäische Handelsunternehmen. Abends er­reichen wir Bratislava (Pressburg), die Hauptstadt der Slowakei an der Donau. 2 Übernachtun­gen, wie schon zu Beginn der Reise im historischen 5-Sterne Boutique-Hotel Arcadia.

DOBSCHAU0001

8. Reisetag     Mittwoch       05.09.2018     
Bratislava – Krönungsstadt der ungarischen Könige   
Vormittags bewundern wir bei einer Führung das Alte Rathaus und das Primatialpalais. Nachmit­tags Fahrt zur Biebersburg – hochinteressante Festung, die im 16. Jh. von den Fuggern nach Plä­nen von Albrecht Dürer als Ideale Burg erbaut wurde. Am Abend verabschieden wir uns von der Slowakei beim Abendessen und einer Weinverkostung in einem zünftigen, typischen Weinkel­ler.

BRATISLAVADOM0001

9. Reisetag     Donnerstag    06.09.2018      Heimfahrt  
Am Morgen Fahrt zum Wiener Flughafen und Rückflug in die Heimat.

 

Unser Reiseleiter

Peter Kresánek M.A. Kunsthistoriker und Buch­autorKresanek--  


Seit 1974 tätig in der Untersuchung und Restaurierung von Bau­denkmälern. Vorlesungen und Fachseminare an der Fakultät für Ar­chitektur Universität Bratislava; während des kommunistischen Re­gimes engagiert in Bürgerinitiativen für Denkmal- und Naturschutz. Nach der Wende 1989 ein Lebensabschnitt als Politiker (1989 der er­ste freigewählte Oberbürgermeister der Hauptstadt Bratislava, spä­ter  Abgeordneter des Nationalparlaments). Seit 2002 spezialisiert auf die Präsentation des Kulturerbes der Slowakei für ausländi­sche Kunstfreunde. Seine Fachkenntnisse und Erfahrungen bei der Begleitung von Gä­sten wurden zur Grundlage des großen Bildbandes Peter Kresánek: Die Slowakei – illustrierte Enzyklopädie der Baudenkmäler, der Bil­denden Kunst und der Sehenswürdigkeiten. Dieses Buch bietet in ein­zigartiger Weise eine Übersicht über das Kulturerbe aller Regionen der Slowakei aus einer Hand.

WHITE

LEISTUNGEN

  • 9 Reisetage – 8 Übernachtungen/Frühstück
  • Fluganreise von Frankfurt nach Wien und zurück
  • 3 Übernachtungen in Bratislava im historischen 5-Sterne Boutique-Hotel Arcadia, einem Ge­bäude aus dem 13. Jahrhundert
  • 3 Übernachtungen in der Hohen Tatra im historischen 5-Sterne-Grand-Hotel Kempinski High Ta­tras, unsere Zimmer haben Blick auf den See und das herrliche Gebirgs­panorama
  • 2 Übernachtungen in Košice im Osten der Slowakei im 4-Sterne-Boutique Hotel Zlaty Dukat Ko­sice in einem der ältesten Häuser am Ort
  • 8 Abendessen in ausgewählten, stilvollen, typischen und exzellenten Restaurants
  • 2 Weinproben: im Tokaj und in den Kleinkarpaten
  • Rundreise im komfortablen, modernen, klimatisierten Reisebus
  • Schiffahrt auf der Donau am Ankunftstag
  • Floßfahrt auf dem Dunajec-Durchbruch
  • Orgel-Kleinkonzert
  • folkloristische Volksmusik und Tanz-Vorführung
  • ESCAVIA Reiseleitung Peter Kresánek

 zusätzlich buchbar:

  • Reiserücktrittskostenversicherung: zusätzlich ca. 3,5% des Reisepreises
  • Rail&Fly-Bahnticket zum Flughafen (33,00 EUR pro Person pro Fahrt 2. Klasse)

 

TERMIN 2018 BUCHUNGSCODE
29.08. – 06.09.2018 Mi – Do 1610-01_2018

 

REISEPREIS 2018
ab 2.990,00 EUR
460,00 EUR
pro Person im DZ
EZ-Zuschlag

 

TEILNEHMERZAHL: 6 – 14 Reisende

 

Der Reisepreis basiert auf der Anreise per Linienflug von Frankfurt nach Wien. Gern nennen wir Ihnen Zu­schläge von anderen Flughäfen.

 

 

 
© 2012 ESCAVIA Kulturreisen GmbH
Impressum